Wasservögel der Schweiz (Ep. 1): Die Wasseramsel

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Wasseramsel in der Töss

Pünktlich zu Weihnachten gibts einen Artikel zu.. Lachs? Zu Entenbraten?  Oder zu ökologischen Christbäumen? Nein – zu Wasservögeln!
Und was hat das mit Weihnachten zu tun? Gar nix.

Ursprünglich wollte ich einen Artikel über den Eisvogel schreiben.. da es sich aber als wirklich tricky erwiesen hat, diesen blauen Flitzer überhaupt vor die Linse zu bekommen, habe ich erstmal mit ein wenig „langsameren“ Motiven begonnen – zwar nicht minder interessant, aber eben nicht so strahlend blau wie der Eisvogel! Geplant ist nun eine kleine Serie zu einheimischen Wasservögeln: kurze Portraits dieser faszinierenden Wasserbewohner, gespickt mit ein paar Details, die den meisten wahrscheinlich bis jetzt noch nicht bekannt oder bewusst waren.

… und auch wenn ich’s bis jetzt noch nicht geschafft habe, so habe ich das Ziel „Eisvogel“ sicher noch nicht verworfen und werde mich weiter an die Töss begeben – bis ich diesen blauen Pfeil  auch noch erwischt habe. Entsprechend wird diese Serie dann eben kürzer oder länger, je nachdem wie schnell ich erfolgreich sein werde..

Los geht’s heute mit einer eher unscheinbaren kleinen Wasservogelart, die aber nicht minder spektakulär ist: sie kann nämlich nicht nur gut schwimmen, sondern auch noch ausgezeichnet tauchen – die Wasseramsel!

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Gespinstmotten – die Christos der Tierwelt!

von Gespinstmotten befallener Baum

von Gespinstmotten befallener Baum bei Zernez (vermutlich eine Traubenkirsche)

Auf unserem Ausflug nach Zernez, stiessen wir auf ein gleichermassen faszinierendes wie auch grusliges Phänomen: Bäume, welche komplett kahl und weiss eingehüllt waren. Von weitem dachten wir zuerst, dass es sich einfach um einzelne abgestorbene Bäume handelt. Als wir dann aber immer wieder auf solche Bäume trafen, schauten wir uns das ganze mal von Nahem an.. und staunten nicht schlecht, als wir feststellten, dass wohl eine kleine Mottenart für dieses morbide Schauspiel verantwortlich war: die Gespinstmotte!

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Der Kolibri Europas: das Taubenschwänzchen

Taubenschwänzchen (Foto: Dominik Garbauer)

Wenn man an Kolibris denkt, so denkt man sofort an kleine, bunte, unglaublich schnell mit den Flügeln schlagende Vögel, die irgendwo im Regenwald vorkommen, weit weit weg von uns – so ging es zumindest mir lange Zeit. Und dem ist ja auch so, die Familie der Kolibris (oder Trochilidae wie sie wissenschaftlich heissen), kommt tatsächlich ausschliesslich in Nord- und Südamerika vor. Von den gut 340 Arten leben die meisten rund um den Äquator, es gibt aber durchaus auch Kolibris in Kanada (z.B. der Rubinkehlkolibri) oder Alaska. Bis nach Europa hat es bis jetzt noch keiner geschafft und dies wird wohl (zumindest auf natürlichem Wege) auch nie geschehen – bei einer Flügelspannweite von maximal 21.5 cm. Und trotzdem könnte man von Zeit zu Zeit – vor allem von Mai bis Oktober  – meinen, es schwirre ein Kolibri durch den heimischen Garten. Dann nämlich, wenn die Taubenschwänzchen wieder bei uns unterwegs sind!

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Totholz – ganz und gar nicht tot!

Helmlinge auf Totholz (Sihlwald)

Helmlinge auf Totholz (Sihlwald)

Lange Zeit wurde mit Totholz verfahren, wie es sich nach gutbürgerlicher Schweizer Art gehört: jeder kleinste Ast der fiel, wurde sofort weggeräumt. Ordentlich ist der Schweizer, ordentlich hat auch sein Wald zu sein! Glücklicherweise hat in den letzten Jahrzehnten diesbezüglich ein Umdenken stattgefunden. Totholz wird nicht länger nur als lästiger „Abfall“ angesehen, man hat erkannt, dass es genauso zu einem gesunden Wald (oder auch Gewässer) gehört, wie das Klappern eines Buntspechts oder der Duft von frischem Bärlauch. Aber worin genau liegt der Wert dieses „toten“ Holzes? Weiterlesen